Ideales Seating, damit Gedanken fließen - der Stuhlkreis

Für einen Workshop oder eine intensive Gesprächsrunde ist nach wie vor der Stuhlkreis die optimale Form, damit sich alle Teilnehmer öffnen und austauschen.

Der Kreis: Inbegriff eines konspirativen Gruppengefüges

Schon die Höhlenmenschen saßen im Kreis um das Feuer. Der Erzählkreis im Kindergarten, der Freundeskreis auf der Picknickdecke, der Kreis der Sportler vor dem Match, der „Inner Circle“ als Umschreibung für einen eingeweihten Personenkreis - immer wieder begegnet uns der Kreis als Symbol für geschlossene Gemeinschaften, rituelle Abläufe und das konzentrierteste und konspirativste Gefüge, als das sich eine Gruppe formieren kann.

Ein Kreis lässt wichtige Inhalte drinnen und Unbeteiligte draußen, er steht für ein starkes Gemeinschaftsgefühl, bietet Schutz und Halt.

Der Stuhlkreis als Seating hat eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf die Teilnehmer einer Debatte. Auch wenn diese Bestuhlungsform viele an die Treffen von Selbsthilfegruppen erinnert - nicht umsonst wird sie ja für diese Zwecke genutzt - ihre verbindende und anregende Dynamik ist durch kein anderes Seating zu übertreffen.

Im Stuhlkreis herrscht Gleichberechtigung, Hierarchien sind aufgehoben, alle sind auf Augenhöhe. Alle können einander sehen, nehmen die Stimmung der anderen wahr und bestimmen die Atmosphäre in der Gruppe mit.

So setzen Sie den Stuhlkreis als Seating ein

Es spielt keine Rolle, ob es sich beim Einsatz eines Stuhlkreises um ein Brainstorming im Team, um eine Diskussionsrunde mit Kontrahenten oder um einen Austausch unter Wissenschaftlern handelt - der Stuhlkreis sorgt für Nähe, für Unmittelbarkeit, für Emotionen.

Das Seating kann auch für eine große Teilnehmergruppe genutzt werden. Beim Format Fishbowl etwa ist der Stuhlkreis das Zentrum einer Großveranstaltung, bei der eine Debatte in kleinem Zirkel von zahlreichen Beobachtern verfolgt wird, die in konzentrischen Kreisen um die Mitte herum platziert sind.

So berechnen Sie Ihren Platzbedarf

Eine Quadratmeterzahl ist bei diesem Format nicht anzugeben, denn selbstverständlich ist der Platz für jeden Stuhlkreis abhängig von der Größe der Teilnehmergruppe, aber auch von den Ausmaßen des Mobiliars. Klappstühle sind natürlich platzsparender als komfortable Sessel, eignen sich aber eher für einen kurzen Gedankenaustausch.

Je näher die Stühle oder Sessel nebeneinander platziert sind, desto unmittelbarer werden sich Stimmungen übertragen, aber Unbehagen sollte diese Nähe nicht erzeugen. Deshalb sollten Sie berücksichtigen, ob die Situation beengend wirkt oder ob den Teilnehmern noch das Gefühl von Respekt und Freiraum vermittelt wird, das die von Ihnen geplante Veranstaltung verlangt, insbesondere wenn es sich um eine Runde von hochkarätigen Experten handelt.

Variationen des Stuhlkreises

Der Stuhlkreis ist natürlich auch als Tischrunde denkbar, entbehrt dann allerdings der Unmittelbarkeit und verbirgt auch einen Teil der Körpersprache. Der Tisch wirkt psychologisch wie eine Schutzbarriere - in praktischer Hinsicht dient er als Möglichkeit zur Ablage und ggfs. auch zum Mitschreiben oder für Speisen und Getränke.

Im Grunde sind alle Tischrunden Varianten des Stuhlkreises, sei es die Varieté-Bestuhlung mit kleinen Tischen für 4-8 Personen oder die Bankettbestuhlung an Tischen für 6-12 Personen.

Mit der Kreissituation wird es Ihnen immer gelingen, den Austausch in der Gruppe, das Gemeinschaftsgefühl und die verbale und auch die nonverbale Kommunikation der Teilnehmer zu fördern. Hier finden Sie weitere Bestuhlungsformen für Ihre Veranstaltung:
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Holen Sie sich hier den Überblick zu allen Bestuhlungsformen

Grafik Bestuhlungsformen
©adobe/sk_design; ©adobe/chris74

Graphische Übersicht verschiedener Bestuhlungsformen

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