Thinkathon - Denken als Event

Der Weg zu neuen Ideen ist oft leichter, wenn man sich gemeinsam auf die Suche macht. Nicht umsonst sind Brainstormings eine beliebte Methode, um neue Perspektiven oder Lösungsansätze für ein Problem zu entwickeln. Mit dem Thinkathon ist dem gemeinsamen Denken ein Veranstaltungsformat mit höchstem kreativem Potenzial gegeben.

WAS IST EIGENTLICH EIN THINKATHON?

Das Wort „Thinkathon“ ist ein Neologismus, der sich aus dem englischen „think“ und „Marathon“ zusammensetzt. Der Name ist Programm – im Fokus des Thinkathons steht das gemeinsame Nachdenken zu bestimmten vorgegebenen Themen und Fragestellungen.

Thinkathons könnte man als die Deluxe-Version des guten alten Brainstormings betrachten. Typischerweise sind sie auf ein bis zwei Tage angelegt und sollen dazu dienen, neue Lösungsansätze für ein beziehungsweise mehrere vorgegebene Probleme zu finden. Alle Teilnehmer sind an diesem Prozess beteiligt, der Ansatz ist offen, partizipatorisch und inklusiv. Der Teamgedanke steht im Vordergrund, da es darum geht, gemeinsam an der Lösung desselben Problems zu arbeiten. Je nach Thema können die Teilnehmer sich aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammensetzen. Es können zum Beispiel Experten aus verschiedenen Branchen, Studierende und Berufstätige oder Kollegen aus einem Unternehmen sein, die sich gemeinsam auf die gedankliche Reise machen. Wichtig sind ein zuvor gesetztes Erkenntnisziel und eine Moderation, die durch den Thinkathon führt. Ob aus dem Thinkathon tatsächlich implementierbare Ideen hervorgehen, ist offen – ganz sicher führt das Format dazu, dass die Teilnehmenden sich aus ungewohnten Perspektiven mit einem Thema auseinandersetzen und neu begeistern können.

WIE LÄUFT EIN THINKATHON AB?

Die meisten Thinkathons starten mit einem Warm-Up, um das Eis zu brechen und die Teilnehmenden schon einmal kreativ in Stimmung zu bringen.
Die Moderation wird nach dem Warm-Up die Fragen bzw. Probleme definieren, zu denen bis zum Ende des Thinkathons Antworten oder Lösungsvorschläge gefunden werden sollen. Die restliche Zeit geht es primär darum, die Teilnehmenden durch unterschiedlichste Methoden dazu zu bringen, über diese Themen nachzudenken. Ob Diskussionen, Thementische oder freies assoziatives Denken – alles ist möglich. Unterstützt wird der Prozess mit unterschiedlichsten Materialien und Medien vom Post-It bis zur Zeichnung. Zu den Aufgaben der Moderation gehört es auch, bei den Teilnehmenden Hemmungen abzubauen, damit sie wirklich frei denken und sich nicht zurückhalten, weil sie ihre Ideen für schlecht halten. Alles ist beim Thinkathon erlaubt, und manchmal entstehen die besten Lösungen aus den skurrilsten Ideen!

Am Ende des Thinkathons werden die Ideen von den Arbeitsgruppen vorgestellt. Die Präsentationsformen sind dabei nicht festgelegt und können nach Bedarf und Vorgaben variieren.

WAS MUSS ICH BEI DER ORGANISATION BEACHTEN?

Thinkathons sind ein höchst kreatives, aber auch für die Eventplanung anspruchsvolles Veranstaltungsformat. Es ist wichtig, dass die Teilnehmer sich wohlfühlen, denn nichts ist schlechter fürs kreative Denken als mangelnde Motivation. Wenn viel Gruppenarbeit geplant ist, überlege dir, ob es ausreichend Rückzugsräume dafür gibt. Soll sich der Thinkathon in nur einem Raum abspielen, sollte dieser groß genug sein, dass sich die Gruppen darin verteilen können, um einander nicht zu stören. Generell ist genügend Raum sinnvoll, da bei manchen Methoden auch mit Bewegung gearbeitet wird. Sorge dafür, dass es genug Hirn- und Nervennahrung auch für zwischendurch gibt (Snacks, Studentenfutter, etc.). Es ist sinnvoll, sich im Vorfeld mit der Moderation darüber zu verständigen, was für räumliche Gegebenheiten und welche Materialien gebraucht werden. Überlege, ob die Location geeignet ist, konzentriert zu arbeiten. Helle Räume und eine eher ruhige Lage sind sicher hilfreicher als kaltes Neonlicht und Straßenlärm, wenn es darum geht, sich kreativ zu entfalten.
Wenn du für gute Moderation, Materialien, ausreichend Verpflegung und eine angenehme Location gesorgt hast, steht einem gelungenen Thinkathon nichts mehr im Wege – an Ideen wird es den Teilnehmenden ganz bestimmt nicht fehlen!

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