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Geht das Tagungsgeschäft aufgrund der angespannten politischen Situation zurück?

Gräfin Josephine von Brühl hat einen Blick in die Datenbank ihres MICE Portals geworfen. Seit der Griechenland-Krise letztes Jahr sind unsere Nachrichten von innerdeutschen Meldungen bestimmt. Ereignisse, wie die der Terroranschläge in Paris, lösten die Länderspielabsage in Hannover aus und ließen uns die Terrorgefahr deutlich spüren. Gleichzeitig werden wir fortwährend mit der Asylproblematik konfrontiert. Ob wir dafür oder dagegen sind, entsprechende Großveranstaltungen und Demonstrationen bestimmen den Alltag in deutschen Städten. Die Sicherheit auf unseren Bahnhöfen und Flughäfen zu gewährleisten wird zunehmend schwieriger. Unsicherheit sowie Angst sind längst Realität in Deutschland geworden. Die Maßnahmen zur Verstärkung der Grenzsicherung führen für Reisende zu Einschränkungen.

Heute wollen wir die Frage klären, ob diese innerpolitischen Ereignisse sich auf die Organisation von betrieblichen Veranstaltungen auswirken. Das MICE Portal – der Online Marktplatz für Business- Events – verzeichnete über 20.000 Veranstaltungsanfragen in 2015. Seit 2009 wächst unsere Datenbank durch die eingestellten Veranstaltungsinformationen. Diese erlauben uns analytische Antworten oder zumindest Interpretationen.

Bei der Fragestellung, ob wir einen Zusammenhang zwischen der innerdeutschen Gefahrenlage und dem Event-Buchungsverhalten ermitteln können, muss vorsichtig und differenziert vorgegangen werden. Wir haben drei Unternehmen analysiert, die das MICE Portal gleich lange nutzen und ein ähnliches Buchungsaufkommen aufzeigen. Wir wollten wissen, ob es erkennbare Unterschiede in den Monaten Oktober, November und Dezember 2015 im Vergleich zu 2014 und 2013 gegeben hat.

Erstellte Veranstaltungen
Abb.1: Erstelle Veranstaltungen 2013-2015 (Firma 1, Firma 2, Firma 3)

Die Abbildung zeigt bei Firma 1 +2 den üblichen saisonal bedingten Buchungsrückgang zum Jahresende (von Oktober bis Dezember). Vergleicht man dazu noch die Jahre, ist kein signifikanter Unterschied zu erkennen. 

Ein weiterer möglicher Ansatz besteht darin, ob ein erhöhtes Stornierungsaufkommen aufgrund der Übergriffe, Großdemonstrationen oder Terroranschläge zu verzeichnen ist. Aber auch hier kann kein Bezug hergestellt werden. Eher im Gegenteil ist die durchschnittliche Stornoquote in diesen drei Jahren im Jahresvergleich rückläufig. Die Firmen 1, 2 und 3 stornierten im von Oktober bis Dezember 2014 134 Veranstaltungen und 117 in 2015. 

Tabelle der Stornierungen
Abb.2: Stornierungen 2013-2015 der Firmen 1,2,3

Nun wollen wir noch einen Blick auf den Januar werfen, um zu sehen ob sich die Auswertungen der vergangenen Monate auch mit der Aktualität decken. Auch hier ist kein Rückgang sondern eher eine Steigerung zu verzeichnen. Im Januar 2015 buchte Firma 1 47 Tagungen und in 2016 85. Firma 2 163 bzw. 180 Tagungnen und Firma 3 334 bzw. 439 Tagungen. Zum momentanen Zeitpunkt hat die politische Lage ergo keinen Einfluss auf die Planung betrieblicher Veranstaltungen.

 Buchungen Januar 2016 Firma 1-3
Abb. 3: Buchungen der Firmen 1-3 im Monat Januar im 3-Jahresvergleich

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