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Mein innigster Dank an das Luther Jubiläumsjahr!

Am Ende der Feierlichkeiten zu 500 Jahren Luther und Reformation und Gegenreformation, hatten einige Bundesbürger, u.a. wir in Bayern, einfach mal zwei Feiertage!

Dieses sehr großzügige Zeitgeschenk kam genau zum richtigen Zeitpunkt, denn ich hatte gerade ein einwöchiges Training - inkl. Wochenende - in der Diaspora hinter mir und wünschte mir daher einfach nur Zeit und Ruhe. Es erlöste mich aber auch von Luther Fanartikeln, die mich ein ganzes Jahr unfreiwillig begleitet hatten. Ob Luther Bio-Kaffee inkl. Spende für die Ungerechtigkeit in der Dritten Welt, oder Luther Socken für einen festen Stand, Luther Starkbier im praktischen Geschenkkarton für den versteckten Alkoholiker, der somit gleich den Ablass mitbezahlt hat oder „Lutherol“, das Breitband Theologicum für Geist und Seele, sofort lieferbar. Doch nun ist es rum, das Luther Jahr.

Zum Abschluss und aus tiefer Dankbarkeit für diesen wohligen, freien Tag, an dem ich nur mit dicken, selbst gestrickten Wollsocken und Jogginghose durch mein kleines Reich glitt, habe ich mir noch einmal die volle Dosis „Reformation und nun?“ gegeben. Bayern 2 hat das Thema abschließend ganztätig aufgearbeitet und ich war dabei! Während zwei Ärmel für den Wollpullover meines Ältesten entstanden, habe ich es verstanden. Luther hat mit der Reformation nicht nur den Grundstein für die Evangelische Kirche und dem ewigen Versprechen einer sich fortlaufend erneuernden, sich immer wieder reformierenden Kirche gelegt, sondern auch gleichzeitig die Katholische Kirche zur eigenen Veränderung gezwungen. Somit haben sich beide Kirchen im konkurrierenden Wettstreit wohl auf eine 500jährige Veränderungsreise begeben, an derem Ende ich wohlig auf Wollsocken durch meine Wohnung schlittern durfte. Wie schön, dass das letzte Reformations-Reisejahr durch das gemeinsame Bestreben beider Glaubensgemeinschaften nach Annäherung geprägt war. Papst Franziskus feierte vor einem Jahr in Lund einen ökumenischen Gottesdienst, was eine Kettenreaktion heraufbeschwor. Der evangelische Oberhirte Badford-Strohm und der katholische Kardinal Marx zelebrierten nicht nur gemeinsam Gottesdienst, sondern reisten gleich zusammen nach Israel, um dort die hebräischen Schäfchen vor Ort zu treffen.

Ich hoffe mal ganz fest, dass die Beiden jetzt mal Ernst machen und beenden was im Luther Jubiläumsjahr angefangen hat und wir dann hoffentlich ab 2018 immer zwei Feiertage erhalten. Man soll nicht trennen was Gott zusammengefügt hat, liegen die beiden Tage ja auch direkt nebeneinander.

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Die Gräfin bloggt