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„Wir schaffen das“ Wie man als Unternehmen soziale Verantwortung lebt

Im letzten Jahr wurden ca. 30 Flüchtlingsfamilien unserer Region zugeteilt, ungefähr 13 davon leben direkt in Attenkirchen. Ohne deutsche bzw. bayerische Sprachkenntnisse und ohne Mobilität ist es gerade für Integrationsfähige Jugendliche fast unmöglich ihren weiteren beruflichen Werdegang zu gestalten. 

Aus diesem Grund war es für uns selbstverständlich einem jungen Mann, der vor knapp einem Jahr aus Afghanistan fliehen konnte, einen Praktikumsplatz bei uns anzubieten. Der junge Mann spricht schon sehr gut Deutsch. Leider kann er noch kein Bayerisch, dafür beherrscht er aber ein umso besseres Englisch. Nach einer kurzen Einarbeitungsphase unterstützt er unsere Projektabteilung bei Zuordnungsaufgaben und wir freuen uns, dass er sich in nur einer Woche schon ein klein wenig in das Team integrieren konnte.

Derzeit überlegen wir gemeinsam mit dem Integrationsausschuss, ob unser Praktikant eine Ausbildung zum Fachinformatiker durchlaufen und auch mit einem erfolgreichen Abschluss bestehen könnte. Vieles ist noch ungeklärt: wird er für die Dauer der Ausbildung auch in Deutschland bleiben dürfen, sind seine Deutschkenntnisse für die duale Ausbildung ausreichend, wird er seine traumatischen Fluchterlebnisse verarbeiten können? All dies wissen wir nicht und trotzdem zählt jeder Tag, der unserem gestrandeten Afghanen ein intaktes Arbeitsumfeld ermöglicht.

Wie wichtig und heilend ein ganz normaler Arbeitsplatz sein kann, welchen Schutzraum die Normalität einer Arbeitsstelle bieten kann, war mir nicht mehr bewusst. Es ist ein Geschenk, seinen eigenen Arbeitsplatz mit neuen, fremden Augen zu betrachten. So erfährt man neue Dankbarkeit über die tägliche Routine, die vor allem Sicherheit bedeutet.

Immer wieder lese ich, dass sich CSR-Maßnahmen lohnen. Nachhaltigkeit sei kein Gegensatz zur Gewinnmaximierung. Und deswegen arbeiten auch wir an langfristigen Strategien, um unser Unternehmen gegenüber Gesellschaft und Umwelt verantwortlich aufzustellen. Im Hier und Jetzt spüre ich aber in den kleinen Schritten unsere soziale Verantwortung. In der Unterstützung eines talentierten Menschen können wir in der gegenwärtigen, angespannten Situation in Deutschland endlich aktiv unseren Beitrag leisten und sind nicht zur passiven Resignation verurteilt. Die viel verlachte Phrase unserer Kanzlerin „Wir schaffen das!“ erfüllt sich mit Leben und Realität. Gut, dass es die kleinen und mittelständigen Unternehmen mit ihren flachen Entscheidungshierarchien gibt.

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