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e-Learning vs. Präsenzveranstaltung

Die Transformation schreitet voran und Begriffe wie Arbeiten 4.0, New Work sowie digitales Lernen sind in aller Munde. In der Geschäfts- und Eventwelt gilt: Wo gestern klassische Präsenzveranstaltungen das Mittel der Wahl waren, wird heute vermehrt e-Learning eingesetzt. Was sind die Vorteile? Was die Nachteile? Und wie lassen sich beide Methoden am besten kombinieren?

Wer sich in einer immer schneller drehenden Welt nicht permanent weiterbildet, droht auf der Strecke zu bleiben. Dabei mangelt es nicht an Angeboten, die jeder für sich oder in der Gruppe nutzen kann. Sie reichen vom herkömmlichen Präsenztraining über e-Learning bis hin zum Blended Learning. Dabei hat jede Lernform ihre Unterschiede, Vor- wie auch Nachteile. Und bestimmte Herausforderungen, die es zu erfüllen gilt.

Herausforderungen von Lehrveranstaltungen

Unser Leben ist durch Digitalisierung geprägt. Eine vernetzte Welt, Mobile Devices, IT aus der Steckdose und von überall nutzbare Software-Applikationen verlangen, überall, jederzeit und flexibel arbeiten zu können. Und auch zu lernen. Dabei sind die menschlichen Mechanismen für nachhaltigen Merkerfolg, anhaltende Motivation und Selbstdisziplin die gleichen wie eh und je. Dieser Spagat ist es, den alle Lernmethoden unserer Zeit meistern müssen.

Was sind Präsenzveranstaltungen?

Präsenzveranstaltungen sind die klassische und bewährte Form, um gemeinsam zu lernen – zu festen Zeiten und an festen Orten leitet ein Trainer, Coach oder Lehrer die Teilnehmergruppe durch den zu vermittelnden Stoff.

Diese Präsenztrainings sind besonders geeignet für:

  • Vorträge
  • Diskussionsrunden
  • Rollenspiele
  • Kleingruppenarbeit
  • Partnerarbeit
  • praktische Übungen

Vorteile von Präsenzveranstaltungen

  • hohe Interaktion zwischen allen Teilnehmern
  • direkter Austausch unter den Anwesenden möglich
  • Platz für Spontanität, wie für Verständnis- oder Zwischenfragen
  • die Motivation wird überblickt und kann kurzfristig wieder gesteigert werden
  • zwischenmenschliche Kommunikation wird gefördert

Nachteile von Präsenzveranstaltungen

  • fehlende Flexibilität, da die Veranstaltung zu einem festgesetzten Termin stattfindet
  • Zeit- und Kostenaufwand der Teilnehmer (Arbeitszeit und Reise)
  • vorgegebenes, starres Lerntempo
  • hohes Maß an Organisationsaufwand

Was ist e-Learning?

Mit e-Learning werden alle Lernformen bezeichnet, die durch elektronische Medien gestützt sind – zum Beispiel über Web Based Training (WBT) oder Computer Based Training (CBT). Digitale Lernprogramme, die jeder zeit- und ortsunabhängig von seinem eigenen Computer aus bedienen kann. Dabei kommen Methoden wie Lesetexte, Abfragen, Webinare, Multiple-Choice-Tests, Lernspiele, Videos, Apps oder auch Podcasts zum Einsatz.

Digitale Lernformen eigenen sich besonders für:

  • Webinare, als Form des e-Learnings
  • Onboarding neuer Mitarbeiter
  • ortsunabhängige, berufliche Weiterbildungen
  • Schulungen und Kurse (virtuelle Lehre)

So gesehen liegen auch die Wurzeln des e-Learnings in der klassischen Präsenzveranstaltung – mit dem Unterschied, dass alte Medien wie Lehrbücher in Form von Content digitalisiert sind und die Interaktion hier mit dem Computer oder anderen Endgeräten wie Smartphones, stattfindet. Es ist also immer ein gewisses Maß an Medienkompetenz nötig.

Vorteile von e-Learning

  • zeitliche und örtliche Flexibilität
  • einfache Integration in den Alltag
  • eigenes Lerntempo flexibel steuerbar
  • weniger Aufwand, da keine Organisation von Veranstaltungen
  • Verringerter Zeit- und Kostenaufwand
  • unkomplizierte Bereitstellung und Verfügbarkeit in verschiedenen Sprachen

Nachteile von e-Learning

  • kein direkter Kontakt zu anderen Teilnehmern
  • oftmals Motivationsschwierigkeiten und fehlende Selbstdisziplin
  • Lernsituation (Umfeld) muss selbst hergestellt werden
  • umfangreiche Lerninhalte vor dem Bildschirm oft ermüdend
  • meist fehlende Berücksichtigung der Didaktik

Das Beste aus beiden Welten – Blended Learning

Sowohl reine Präsenzveranstaltungen als auch das e-Learning bringen spezifische Vor- und Nachteile mit sich. Also warum nicht das Beste aus beiden Welten kombinieren und somit eine Lernveranstaltung organisieren, die optimal für die Zukunft gerüstet ist? Vorhang auf für Blended Learning!

Bei der auch als „Hybrides Lernen“ bezeichneten Methode können die Lerninhalte erst digital und flexibel abrufbar vermittelt werden. Anschließend lassen sie sich bei regelmäßig stattfindenden Präsenzveranstaltungen vertiefen, wobei dann auch die Interaktion und der direkte Austausch mit anderen Teilnehmern im Fokus stehen. So hält sich der Aufwand in Grenzen und die Motivation bleibt so gut es geht erhalten. Im Ergebnis entsteht die bestmögliche Kombination aus Lernerfahrung und Flexibilität.

Methoden des Blended Learning im Überblick

Nach Clayton M. Christensen, Michael B. Horn und Heather Stalker (2013) sind vier Blended Learning-Modelle definiert, in denen klassiche Präsenzveranstaltungen und digitales e-Learning auf verschiedene Weise ineinander greifen.

Rotations-Modell

Die Struktur aus Präsenz- und Online-Anteilen ist klar vorgegeben – in der Regel finden die Veranstaltungen abwechselnd statt.

Flex-Modell

Hier wird in erster Linie online nach dem E-Learning-Prinzip gepaukt. Falls nötig, können „Lehrer“ nach Bedarf und flexibel kontaktiert werden, um Unterstützung auf Augenhöhe zu leisten.

Self-Blend

Bei diesem Modell soll das e-Learning selbstständig erfolgen. Zusätzlich zu reinen Präsenzveranstaltungen sollen die „Schüler“ auch reine e-Learning-Angebote von anderen Anbietern nutzen, um die Live vermittelten Inhalte auf eigene Faust zu vertiefen.

Enriched-Virtual Model

Hierbei handelt es sich um einen virtuellen Kurs, der zum Beispiel zum vorbereitenden Auftakt oder nachbereitenden Abschluss von Präsenzveranstaltungen durchgeführt werden kann.

Warum digitales Lernen immer wichtiger wird

Digitale oder auch hybride Lernmethoden wie das Blended Learning bringen uns zunächst einmal mehr Vielfalt. Durch ihre Effizienz nimmt die Verbreitung an Schulen, Universitäten, im privaten wie auch beruflichen Umfeld immer stärker zu. Eventmanager müssen sich auf diese und kommende Konzepte einstellen, um auch in Zukunft noch zeitgemäße Lernveranstaltungen und passende Veranstaltungsformate zu organisieren.

Nichtsdestotrotz gilt, dass jeder sich individuelle Lernziele stecken, sein Lernen selbst und ständig organisieren muss. Ein individueller und kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der ganz modern mit Workplace Learning beschrieben wird und damit nichts anderes als „Lernen im Prozess der Arbeit“ meint. Wieder was gelernt!

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